Augustinus: Lebensdeuter und Gottsucher / Öffentliche Vorlesung

Dienstag, 09.30 bis 11.00 Uhr

Festsaal St. Katharinen (St. Katharinengasse 11, St. Gallen)

6. Nov., 13. Nov., 20. Nov., 27. Nov. 2018

Dozent: Diakon Thomas Reschke,
Katholischer Seelsorger an der Universität St.Gallen

Wirkungsgeschichtlich lässt sich Augustinus von Hippo (354-430 n. Chr.) kaum überschätzen. So wurde er als «Vater des Abendlandes» (H. J. Marrou), als «Vater der westlichen Theologie» (D. Ritschl), als «Vater des abendländischen Katholizismus» (W. v. Löwenich) und als «Vater unseres Protestantismus» (J. G. Herder) bezeichnet. 

Auf diesem Hintergrund ist es verständlich, dass ca. 50000 Bücher Sekundärliteratur entstanden, die jährlich um 200 bis 300 Titel ergänzt werden. Ohne Augustinus ist die Kirchen- und Theologiegeschichte weder zu beschreiben noch zu begreifen.

In der Vorlesung geht es um seine Lebensgeschichte, vor allem um seine mühsame, nicht eben alltägliche Hinwendung zum Christentum, die er im Bestseller des Mittelalters, den «Confessiones» beschrieben hat, sowie um seine Theologie, welche er in Auseinandersetzung vor allem mit dem Manichäismus, dem Donatismus und dem Pelagianismus entworfen hat.

Seine tiefgründigen Gedanken entstanden in einer Zeit hochgradiger Verunsicherung durch den Umbruch von der Antike zum Frühmittelalter und durch den Zusammenbruch des römischen Reiches. Ziel der Vorlesung ist es, die Gedanken des Augustinus mitzudenken und mit der eigenen Glaubens- und Lebenssituation in Verbindung zu bringen.

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Ausblick:

Thema im FS 2019: Die Frage nach Gott

 

Wunderschönes Ambiente: Vorlesung im Festsaal St. Katharinen