Die sieben Todsünden / Öffentliche Vorlesung

Dienstag, 09.30 bis 11.00 Uhr

Festsaal St. Katharinen (St. Katharinengasse 11, St. Gallen)

1. Mai bis 22. Mai 2018

Dozent: Diakon Thomas Reschke,
Katholischer Seelsorger an der Universität St.Gallen

Auch wenn das Wort «Todsünde» bedrohlich nach ewiger Verdammnis klingt: Erschrecken oder beunruhigen soll diese Vorlesungsreihe nicht. Sie soll vielmehr Anregungen geben, wie ein gemeinsames Leben gelingen kann, ohne einander zu verletzen.

Umgangssprachlich und in der bildenden Kunst ist es gebräuchlich, die «sieben Todsünden» mit den «sieben Hauptlastern» gleichzusetzen. Aus theologischer Sicht wäre von den drei Ausdrücken «sieben Todsünden», «sieben Hauptsünden» und «sieben Hauptlaster» der seltener gebrauchte dritte Ausdruck vorzuziehen. Denn es sind bei den umgangssprachlichen «sieben Todsünden» sieben Haltungen gemeint, welche das Begehen von Sünden begünstigen. Die Vorlesung wird die beruhigend differenzierte Haltung der Theologie auch zu der im 1. Johannesbrief genannten «Sünde zum Tode» aufzeigen.

Hinter der kirchlichen Lasterlehre steckt viel Lebensweisheit: Gerade in klösterlichen Gemeinschaften, in denen man unausweichlich sehr eng miteinander lebt und sich nicht aus dem Weg gehen kann, werden diese Laster und der Umgang mit ihnen sehr intensiv reflektiert. 

Die sieben Todsünden sind nicht einfach «traditionelles Lehrgut», sondern beinhalten spannendes Aktualisierungspotential.

1. Mai: Geschichte der sieben Todsünden und die Todsünde des Hochmuts

8. Mai: Geiz  und Neid

15. Mai: Zorn und Unkeuschheit

22. Mai: Völlerei  und Faulheit 


Wunderschönes Ambiente: Vorlesung im Festsaal St. Katharinen